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1. Ärzte gegen Tierversuche e.V. Arbeitsgruppe Erlangen
Treffen am Donnerstag, 14. März 2019 um 19 Uhr im Lesecafe Anständig essen 
Altstadtmarktpassage Hauptstr. 55, Thema: Vorbereitung zum "Tag zur Abschaffung 
der Tierversuche" am 27. April 2019 in Erlangen, Martiussäule

Samstag, 27. April 2019, 12 bis 17 Uhr, Schloßplatz 
"Tag zur Abschaffung der Tierversuche" 
Info-Stände, Tierschutztheater, "Forcierter Schwimmtest". 
Menschen stellen die Tierversuche an Mäusen nach, die in den Instituten bis 
zur Verzweiflung in einem Glas schwimmen müssen, aus dem es kein Entrinnen 
gibt. 
Damit soll die Entstehung von Depressionen veranschaulicht werden, doch Mäuse 
haben keine Depressionen, sie haben immer Todesangst. Wer zu Depressionen 
etwas beitragen möchte, kann es hier tun!

Im Juni 2005 wurde das Franz-Penzoldt-Zentrum der Universität Erlangen in der Palasanlage fertig gestellt. Die als Tierexperimentelles Zentrum (TEZ) geplante Einrichtung erhielt später den unverfänglicheren Namen. In dem 27 Millionen Euro teuren, aus öffentlichen Mitteln finanzierten Neubau wurden auf gigantischen 2.300 Quadratmetern Tierställe  und OP-Räume mit aufwendigster Technik eingerichtet. Die über viele Institut versreute Tierversuchslabors sollten in einem Gebäude zusammengelegt werden. Trotzdem werden auch weiterhin Tierversuche in den einzelnen Einrichtungen durchgeführt. Durch die Erhöhung der Kapazitäten ist aber eher eine Auswertung der Tierversuche wahrscheinlich.

 

Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, Fahrstraße 17, 91054 Erlangen

Um die Verarbeitung von Schmerzreizen im Rückenmark zu ergründen, werden genetisch veränderte Mäuse und „Wildtyp“-Mäuse verwendet. Mit Hilfe verschiedener Schmerztests wird die Schmerzempfindlichkeit der Tiere miteinander verglichen. So wird Formalin in eine Hinterpfote injiziert, um einen ironischen Schmerz hervorzurufen. Die Schmerzzuckungen der Pfote werden eine Stunde lang beobachtet.  Bei anderen Mäusen wird der Ischiasnerv abgebunden, um Schmerz durch Nervenschädigung zu erzeugen. Ein Hitzeschmerz wird durch einen auf eine Pfote gerichteten Hitzstrahl erzeugt. Durch auftragen von Azeton auf eine Pfote wird ein Kälteschmerz ausgelöst. Es wird die Zeit gemessen, bis die Maus ihre Pfote leckt oder schüttelt. Dann werden die Mäuse getötet, um Nervenströme im Rückenmark zu messen.

 

Millionenfaches Leid

Das Beispiel zeigt, wie grausam Tierversuche sind. Mehr als zweieinhalb Millionen Mäuse, Ratten, Affen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und andere Tiere werden jedes Jahr in deutschen Laboratorien gequält und getötet. Im Tierversuch werden Tiere wie Messinstrumente behandelt, die nach Gebrauch weggeworfen werden. Doch Tiere sind fühlende, leidensfähige Mitgeschöpfe, die Freude und Angst empfinden,  Schmerz und Qualen erleiden, genau wie wir.

In Erlangen wurden qualvollste Tierversuche sogar unter Deckmantel des Tierschutzes durchgeführt. Prof. Kay Brune ist ein vehementer Verfechter von Tierversuchen und das war von 2003 bis 2088 des „Doerenkamp-Lehrstuhls für Innovationen Im Tier und Verbraucherschutz „. Unter seiner Federführung fanden im Namen des Tierschutzes Schmerzversuche an Tieren, wir in den oben genannten Beispiel, und andere Grausamkeiten statt.

 

Völlig unterschiedlich

Tiere und Menschen unterscheiden sich in Körperbau, Organfunktion und Stoffwechsel voneinander. Ein und dieselbe Substanz kann bei Tier und Mensch zu völlig unterschiedlichen Reaktionen führen. So ist zum Beispiel Penicillingut verträglich für Menschen, aber schädlich für Meerschweinchen. Arsen ist tödlich für Menschen, für Schafe nicht. Asbest verursacht bei Menschen Krebs, bei Ratten nicht. Beim Süßstoff Saccharin ist es umgekehrt. Die Ergebnisse von Tierversuchen sind deshalb  nicht mit der nötigen Zuverlässigkeit auf den Menschen übertragbar.

 

Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Krankenhausstraße 12, 91054 Erlangen

 Bei sieben Merinoschafen wurden unter Narkose eine Hinterbeinvene und –Arterie, die an der Innenseite des Oberschenkels velaufen, abgebunden, durchgeschnitten und die Enden dann mikrochirurgisch wieder zusammengenäht. Auf diese Weise wird aus den Blutgefäßen eine Schlaufe kreiert. Das Blut fließt nun nicht mehr durch das Bein, sondern durch die Schlaufe. Die Schlaufe wird in eine mit Firbrin gefüllte Plastikdose gelegt. Die verschlossene Plastikdose (es gibt nur einen kleinen Ein- und Ausgang für die beiden Blutgefäße), wird in der Leiste des  Schafes fixiert und die Haut darüber vernäht. Sechs Wochen nach der Operation werden die Schafe getötet. Ziel ist es, den Körper dazu zu bringen, neue Blutgefäße in einer Plastikdose zu bilden, die später an eine andere Stelle des Körpers transplantiert werden können.

 

Tödliche Nebenwirkungen

Regelmäßig berichten Wissenschaftler und Medien über angebliche Erfolge im Kampf gegen Krebs, Alzheimer, Parkinson und andere Krankheiten. Doch die Hoffnungen der betroffenen Patienten werden so gut wie immer enttäuscht. Von den angeblichen Wundermitteln hört man nie wieder etwas. Denn: Was beim Tier funktioniert, klappt bei Menschen noch lange nicht. Im Gegenteil: Viele im Tierversuch geprüfte Pharmaprodukte richten schwere Schäden an. Jüngste Beispiele: Genetcch-Medikament TGN1412, Blutfettsenker Lipobay®, Rheumamittel Vioxx® und das Herzmedikament Trasylol® - alle waren im Tierversuch für sicher befunden worden, riefen aber beim Menschen schwerste, oft sogar tödliche Nebenwirkungen hervor. Allein in Deutschland gehen Hochrechnungen zufolge jährlich 58.000 Todesfälle auf das Konto von Nebenwirkungen Tierversuchserprobter Arzneimittel. Tierversuche machen also unsere Arzneimittel nicht sicher.

 

 

Künstlich krank gemacht

Das tierexperimentelle System beruht auf einem falschen methodischen Ansatz. Im Tierversuch werden die Krankheiten des Menschen auf Symptome reduziert und bei Tieren in sogenannten „Tiermodellen“ künstlich hervorgerufen. Krebs und Alzheimer werden bei Mäusen durch Genmanipulation ausgelöst, Arterienverkalkung wird durch elektrische Reise in Blutgefäßen von Kaninchen, Diabetes durch Injektion eines zellstörendes Giftes  bei Ratten, ein Schlaganfall durch Verschluss einer Hirnarterie bei Ratten oder Mäusen nachgeahmt.

 

Medizinische Klinik 1, Universitätsklinikum Erlangen, Ulmenweg 18, 91054 Erlangen

Bi Ratten wird eine Leberfibrose durch Abbinden des Gallenganges oder 12-wöchiger Gabe einer giftigen Chemikalie hervorgerufen. Dann wird die Wirkung einer Testsubstanz untersucht. Die Behandlung erfolgt über einen Zeitraum von acht Wochendurch täglich zweimalige Injektion in die Bauchhöhle. Schließlich werden die Ratten getötet, um die Leber zu untersuchen.

 

Neuroradiologische Abteilung. Universitätsklinikum Erlangen, Schwabach Anlage 6, 91054 Erlangen

Bei Ratten wird ein Schlaganfall ausgelöst. Indem unter Narkose ein Nyklonfaden über eine Halsvene  in eine Hirnarterie eingefädelt wird. Der Faden bleibt dort stecken, so dass der dahinter liegende Gewebebereich nicht mehr durchblutet wird. Drei Ratten sterben innerhalb von 30 Minuten, weil mit dem Faden das Blutgefäß durchstoßen wird. –nach einer Stunde wird der Faden bei den überlebenden Tieren wieder herausgezogen. Das Gehirn wird wieder normal durchblutet. In den folgenden Tagen bekommen die Ratten verschiedene Testssubstanzen verabreicht. Sie haben Tage nach dem Auslösen des Schlaganfalls werden die Ratten auf Nervenschäden untersucht. Unter anderem werden sie am Schwanz hochgehoben, um festzustellen, inwieweit sie mit den Vorderbeinen greifen können. Nach 14 Tagen werden die Tiere getötet.

Solche „Tiermodelle“ sind nicht mit der komplexen Situation beim menschlichen Patienten vergleichbar. Wichtige Aspekte der Krankheitsenstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, schädliche Umweltflüsse sowie psychische und soziale Faktoren werden bei dieser Art Forschung nicht berücksichtig.

Die künstlich geschädigten „Tiermodelle“ haben mit der menschlichen Erkrankung und Ihre ursächlichen Faktoren nichts gemein.  Die Ursachen beispielsweise des Schlaganfalls sin dank Bevölkerungsstufen bekannt: Übergewicht, zu fett- und fleischreiche Ernährung, Rauchen und -Bewegungsmangel. Leberfibrose entsteht beim Menschen durch Viren oder übermäßiges Alkoholkonsum. In den genannten Beispielen werden nicht nur die Symptome künstlich hervorgerufen, sondern auch der Behandlungsversuch ist fern jeder Realität. Stress und  Angst bei den Tieren, denen 10 Wochen lang zweimal täglich Injektionen in die Bauchhöhle verabreicht wird, verfälschen die Versuchsergebnisse von vornerein. Solche Tierversuche sind nicht geeignet, die die Krankheiten des Menschen zu erforschen und zu heilen.

 

Warum Tierversuche?

Tierversuche werden nicht zum Wohle des Menschen durchgeführt, sondern weil Einflussreiche Interessengruppen davon profitieren. Experimentatoren, Universitäten, Pharma- und chemische Industrie. Auftragslabors, Versuchstierhändler, Firmen, die Zubehör herstellen – sie alle wollen, dass Tierversuche beibehalten werden. Die Qualität der Forschung wird nicht daran gemessen, wie vielen Menschen geholfen werden konnte, sondern an der Anzahl der Publikationen in renommierten Fachzeitschriften. Davon ist die Höhe der Forschungsgelder abhängig. Diese werden für neue Studien verwendet. Etwas Sinnvolles für kranke Menschen kommt dabei nicht heraus.

 

Mund-, Kiefer. Und Gesichtschirurgie Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Glückstraße 11, 91054 Erlangen

Acht Göttinger Minischweinen werden auf einer Seite des Oberkiefers fünf Backenzähne gezogen. Nach drei Monaten wird der Kieferknochen auf 2, 4, 6, oder 8 mm abgeschabt, um einen Knochendefekt zu simulieren. In den verbleibenden Kieferknochen werden sechs Implantate eingeschraubt. Das fehlende Knochenmaterial wird mit Knochenstückchen aus dem Backenknochen des jeweiligen Tiers aufgefüllt. Nach einer sechsmonatigen Heilungsphase werden Zahnprothesen auf die Implantate gesetzt. Weitere sechs Monate später werden die Schweine getötet. Die Kieferknochen mit den Implantaten werden zur Untersuchung herausgeschnitten.

 

Für eine bessere Medizin

Tierversuche und eine ethisch vertretbare Medizin und Wissenschaft schließen sich aus. Achtung und Ehrfurcht vor dem Leben müssen das höchste gebot menschlichen und insbesondere auch ärztlichen und wissenschaftlichen Handels sein. Ein Ende der Tierversuche bedeutet nicht ein Ende der medizinischen Forschung. Im Gegenteil. Ohne Tierversuche wäre die Medizin schon viel weiter, denn Tierversuche hatten wegen ihren falschen Ergebnissen den medizinischen Fortschritt nur auf.

Eine Vielzahlt tierversuchsfreier Verfahren, die mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen oder komplexen Computermodellen arbeiten, liefern im Gegensatz zum Tierversuch aussagekräftige Ergebnisse. Viele Krankheiten könnten zudem durch Veränderungen unserer Lebensweise verhindert werden. Tierversuche müssen abgeschafft werden, um so den Weg frei zu machen für eine moderne, ethisch vertretbare Forschung, bei der die Beseitigung der krankmachenden Ursachen in Ernährung, Lebensweise und Umwelt im Vordergrund steht. Nur so lässt sich ein Fortschritt in der Menschheit erzielen.

 

Die genannten Tierversuche aus Erlangen und mehrere Tausend weitere, in den letzten Jahren in Deutschland durchgeführten Tierexperimente, sind in der Internetdatenband ( www.datenbank-tierversuche.de) dokumentiert.

 

 

Kontaktadresse:

 

M. Vollertsen - Diewerge

Tel/Fax: 09131/38625

 

Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Landsbergstraße 103; 80339 München

Tel.: 089-3599349; Fax.: 089-35652127

info@aerzte-gegen-tierversuche.de; www.aerzte-gegen-tierversuche.de