Samstag, 25. März 2017

Mal wieder Grüße von Elsa und Lisa

 

Elsa und ich sind jetzt ziemlich genau ein halbes Jahr bei unseren neuen Menschen und ich möchte euch mal auf den neusten Stand bringen:

Ich bin mittlerweile so zufrieden und ausgeglichen, wie vielleicht nie zuvor.
Zugegeben, mir fällt der Umgang mit Menschen immer noch nicht leicht, ich fürchte mich nach wie vor sehr davor, angefasst zu werden und manchmal bin ich noch unruhig und weiß nicht so richtig, wohin mit mir.

Elsa ist da irgendwie ganz anders. Die hat das richtig gut drauf mit den Menschen. Sie kuschelt ganz viel mit ihnen und putzt sie liebend gern. Sie ist eigentlich immer gut drauf und hat fast keine Angst mehr. Manchmal denke ich, Elsa weiß immer, was zu tun ist. Darum beobachte ich ganz genau, wie sie das mit den Menschen macht und gucke mir viel ab. Elsa kuschelt aber zum Glück nicht nur mit den Menschen, sondern auch ganz viel mit mir, wie ihr auf dem Foto sehen könnt.

Um meinen Menschen aber doch nahe sein zu können, habe ich mir einen tollen Trick ausgedacht: Sobald sie eingeschlafen sind, lege ich mich zu ihnen und wenn sie morgens aufwachen, hüpfe ich schnell davon und tue so, als hätte ich vor dem Bett auf sie gewartet. Ha! Das merken die nie!

Ich habe bisher ja keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht, aber die beiden sind irgendwie anders. Ich merke, dass sie Elsa und mich genau so mögen, wie wir sind. Wir spielen jeden Tag miteinander und ich begleite sie bei allem, was sie tun. Ich helfe im Haushalt, beim Kochen und auch bei der Schreibtischarbeit. Wenn ich bei ihnen bin, plaudern wir viel und wenn ich doch mal alleine sein will, respektieren sie das. Die beiden schimpfen nie, selbst wenn mal was kaputtgeht und haben es irgendwie geschafft, dass Elsa und ich fast immer aufs Wort hören, dabei wollte ich das ja eigentlich gar nicht. Keine Ahnung, wie die das gemacht haben. Ich glaube langsam, dass Elsa und ich ganz besondere Katzen sein müssen, weil unsere Menschen uns so viel loben und belohnen.
Ja, selbst ihre Freunde bringen oft Leckerlis oder Spielzeug für uns mit. Und allen ist es ganz egal, ob ich mich anfassen lasse oder nicht.

Aber eins, das muss ich sagen, verstehe ich wirklich nicht:
Elsa hat lange Zeit nicht miaut und war ganz stumm. Mittlerweile traut sie sich, aber es klingt eher wie ein Knarzen und ist auch recht leise und, wie ich finde, wenig beeindruckend. Trotzdem sind die Menschen ganz aus dem Häuschen, wenn sie mal miaut und loben sie sehr. Ich hingegen miaue sehr gerne und ausdauernd, weil ich eine richtig schöne Stimme habe – nämlich ganz besonders laut und ganz besonders schrill. Aber glaubt ihr, da lobt mich mal jemand dafür? Naja, Schwamm drüber, wer wird schon schlau aus Menschen?

So viel für heute, viele Grüße auch von Elsa und meinen Menschen,

bis bald,

Eure Lina.